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Ferne und gleichsam über seine Zeit hinaus zu treiben,um sich zum Überblick über Jahrtausende Augen zuschaffen und noch dazu reinen Himmel in diesen Augen!Man muss sich von Vielem losgebunden haben, was ge-rade uns Europäer von Heute drückt, hemmt, niederhält,schwer macht. Der Mensch eines solchen Jenseits, derdie obersten Werthmaasse seiner Zeit selbst in Sicht be-kommen will, hat dazu vorerst nöthig, diese Zeit in sichselbst zu „überwinden“ — es ist die Probe seiner Kraft— und folglich nicht nur seine Zeit, sondern auch seinenbisherigen Widerwillen und Widerspruch gegen dieseZeit, sein Leiden an dieser Zeit, seine Zeit-Ungemässheit,seine Romantik . . .
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Zur Frage der Verständlichkeit. — Man willnicht nur verstanden werden, wenn man schreibt, son-dern ebenso gewiss auch nicht verstanden werden. Esist noch ganz und gar kein Einwand gegen ein Buch,wenn irgend Jemand es unverständlich findet: vielleichtgehörte eben diess zur Absicht seines Schreibers, — erwollte nicht von „irgend Jemand“ verstanden werden.Jeder vornehmere Geist und Geschmack wählt sich, wenner sich mittheilen will, auch seine Zuhörer; indem er siewählt, zieht er zugleich gegen „die Anderen“ seineSchranken. Alle feineren Gesetze eines Stils haben daihren Ursprung: sie halten zugleich ferne, sie schaffenDistanz, sie verbieten '„den Eingang“, das Verständniss,wie gesagt, — während sie Denen die Ohren aufmachen,die uns mit den Ohren verwandt sind. Und dass ich esunter uns sage und in meinem Falle, — ich will michweder durch meine'Unwissenheit, noch durch die Munter-keit meines Temperaments verhindern lassen, euch ver-