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freilich ebenfalls Stunden, wo ich mich dieser Schamschäme. Vielleicht sind wir Philosophen allesammtheute zum Wissen schlimm gestellt: die Wissenschaft
wächst, die Gelehrtesten von uns sind nahe daran zuentdecken, dass sie zu wenig wissen. Aber schlimmerwäre es immer noch, wenn es anders stünde, — wennwir zu viel wüssten; unsre Aufgabe ist und bleibt zuerst,uns nicht selber zu verwechseln. Wir sind etwas An-deres als Gelehrte: obwohl es nicht zu umgehn ist, dasswir auch, unter Anderem, gelehrt sind. Wir haben andreBedürfnisse, ein andres Wachsthum, eine andre Verdau-ung: wir brauchen *mehr, wir brauchen auch weniger.Wie viel ein Geist zu seiner Ernährung nöthig hat, da-für giebt es keine Formel; ist aber sein Geschmack aufUnabhängigkeit gerichtet, auf schnelles Kommen undGehn, auf Wanderung, auf Abenteuer vielleicht, denen nurdie Geschwindesten gewachsen sind, so lebt er lieber freimit schmaler Kost, als unfrei und gestopft. Nicht Fett,sondern die grösste Geschmeidigkeit und Kraft ist Das,was ein guten Tänzer von seiner Nahrung will, — undich wüsste nicht, was der Geist eines Philosophen mehr zusein wünschte, als ein guter Tänzer. Der Tanz nämlichist sein Ideal, auch seine Kunst, zuletzt auch seine einzigeFrömmigkeit, sein „Gottesdienst“ . . .
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Die grosse Gesundheit. — Wir Neuen, Namen-losen, Schlechtverständlichen, wir Frühgeburten einernoch unbewiesenen Zukunft — wir bedürfen zu einemneuen Zwecke auch eines neuen Mittels, nämlich einerneuen Gesundheit, einer stärkeren gewitzteren zäherenverwegneren lustigeren, als alle Gesundheiten bisher