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ihrem Vorurtheile abzustehn, welches sie gegen die Näheeines Menschen hat; dass wir die Natur lieben, je wenigermenschlich es in ihr zugeht, und die Kunst, wenn siedie Flucht des Künstlers vor dem Menschen oder derSpott des Künstlers über den Menschen oder der Spottdes Künstlers über sich selber ist . . .
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„Der Wanderer“ redet. — Um unsrer euro-päischen Moralität einmal aus der Ferne ansichtig zuwerden, um sie an anderen, früheren oder kommenden,Moralitäten zu messen, dazu muss man es machen, wiees ein Wanderer macht, der wissen will, wie hoch dieThürme einer Stadt sind: dazu verlässt er die Stadt.„Gedanken über moralische Vorurtheile“, falls sie nichtVorurtheile über Vorurtheile sein sollen, setzen eineStellung ausserhalb der Moral voraus, irgend ein Jen-seits von Gut und Böse,' zu dem man steigen, klettern,fliegen muss, — und, im gegebnen Falle, jedenfalls einJenseits von unsrem Gut und Böse, eine Freiheit vonallem „Europa“, letzteres als eine Summe von comman-direnden Werthurtheilen verstanden, welche uns in Fleischund Blut übergegangen sind. Dass man gerade dort-hinaus, dorthinauf will, ist vielleicht eine kleine Tollheit,ein absonderliches unvernünftiges „du musst“ — dennauch wir Erkennenden haben unsre Idiosynkrasien des„unfreien Willens“ —: die Frage ist, ob man wirklichdorthinauf kann. Diess mag an vielfachen Bedingungenhängen; in der Hauptsache ist es die Frage darnach, wieleicht oder wie schwer wir sind, das Problem unsrer„specifisclien Schwere“. Man muss sehr leicht sein,um seinen Willen zur Erkenntniss bis in eine solche
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