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sind Etwas, das Eis und andre allzudünne „Realitäten“aufbricht . . . Wir „conserviren“ Nichts, wir wollen auchin keine Vergangenheit zurück, wir sind durchaus nicht„liberal“, wir arbeiten nicht für den „Fortschritt“, wirbrauchen unser Ohr nicht erst gegen die Zukunfts-Sirenendes Marktes zu verstopfen — Das, was sie singen, „gleicheRechte“, „freie Gesellschaft“, „keine Herrn mehr und keineKnechte“, das lockt uns nicht! — wir halten es schlechter-dings nicht für wünschenswerth, dass das Reich der Ge-rechtigkeit und Eintracht auf Erden gegründet werde(weil es unter allen Umständen das Reich der tiefstenVermittelmässigung und Chineserei sein würde), wir freuenuns an Allen, die gleich uns die Gefahr, den Krieg,das Abenteuer lieben, die sich nicht abfinden, einfangen,versöhnen und verschneiden lassen, wir rechnen uns selbstunter die Eroberer, wir denken über die Nothwendigkeitneuer Ordnungen nach, auch einer neuen Sclaverei —denn zu jeder Verstärkung und Erhöhung des Typus„Mensch“ gehört auch eine neue Art A^ersclavung hinzu
— nicht wahr? mit Alle dem müssen wir schlecht ineinem Zeitalter zu Hause sein, welches die Ehre in An-spruch zu nehmen liebt, das menschlichste, mildeste, recht-lichste Zeitalter zu heissen, das die Sonne bisher gesehenhat? Schlimm genug, dass wir gerade bei diesen schönenWorten um so hässlichere Hintergedanken haben! Dasswir darin nur den Ausdruck — auch die Maskerade —der tiefen Schwächung, der Ermüdung, des Alters, derabsinkenden Kraft sehen! Was kann uns daran gelegensein, mit was für Füttern ein Kranker seine Schwächeaufputzt! Mag er sie als seine Tugend zur Schau tragen
— es unterliegt ja keinem Zweifel, dass die Schwächemild, ach so mild, so rechtlich, so unoffensiv, so „mensch-lich“ macht! — Die „Religion des Mitleidens“, zu der