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Unsre langsamen Zeiten. — So empfinden alleKünstler und Menschen der „Werke“, die mütterliche ArtMensch: immer glauben sie, bei jedem Abschnitte ihresLebens — den ein Werk jedes Mal abschneidet —, schonam Ziele selbst zu sein, immer würden sie den Tod ge-duldig entgegen nehmen, mit dem Gefühl: „dazu sindwir reif.“ Diess ist nicht der Ausdruck der Ermüdung,— vielmehr der einer gewissen herbstlichen Sonnigkeitund Milde, welche jedes Mal das Werk selbst, das Reif-gewordensein eines Werks, bei seinem Urheber hinter-lässt. Da verlangsamt sich das tempo des Lebens undwird dick und honigflüssig — bis zu langen Fermaten,bis zum Glauben an die lange Fermate . . .
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Wir Heimathlosen. — Es fehlt unter den Euro-päern von Heute nicht an solchen, die ein Recht haben,sich in einem äbhebenden und ehrenden Sinne Heimath-lose zu nennen: ihnen gerade sei meine geheime Weis-heit und gaya scienza ausdrücklich an’s Herz gelegt!Denn ihr Loos ist hart, ihre Hoffnung ungewiss, es istein Kunststück, ihnen einen Trost zu erfinden — aberwas hilft es! Wir Kinder der Zukunft, wie vermöchtenwir in diesem Heute zu Hause zu sein! Wir sind allenIdealen abgünstig, auf welche hin Einer sich sogar indieser zerbrechlichen zerbrochnen Übergangszeit nochheimisch fühlen könnte; was aber deren „Realitäten“ be-trifft, so glauben wir nicht daran, dass sie Dauer haben.Das Eis, das heute noch trägt, ist schon sehr dünn ge-worden : der Thauwind weht, wir selbst, wir Heimathlosen,