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viel Teufelei, Dummheit, Narrheit der Interpretation, —unsre eigne menschliche, allzumenschliche selbst, die wirkennen . . .
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Warum wir Epikureer scheinen. — Wir sindvorsichtig, wir modernen Menschen, gegen letzte Über-zeugungen; unser Misstrauen liegt auf der Lauer gegendie Bezauberungen und Gewissens-Überlistungen, welchein jedem starken Glauben, jedem unbedingten Ja undNein liegen: wie erklärt sich das? Vielleicht, dass mandarin zu einem guten Theil die Behutsamkeit des „ge-brannten Kindes“, des enttäuschten Idealisten sehn darf,zu einem andern und bessern Theile aber auch die froh-lockende Neugierde eines ehemaligen Eckenstehers, derdurch seine Ecke in Verzweiflung gebracht worden istund nunmehr im Gegensatz der Ecke schwelgt undschwärmt, im Unbegrenzten, im „Freien an sich“. Da-mit bildet sich ein nahezu epikurischer Erkenntniss-Hangaus, welcher den Fragezeichen-Charakter der Dinge nichtleichten Kaufs fahren lassen will; insgleichen ein Wider-wille gegen die grossen Moral-Worte und -Gebärden,ein Geschmack, der alle plumpen vierschrötigen Gegen-sätze ablehnt und sich seiner Übung in Vorbehalten mitStolz bewusst ist. Denn Das macht unsern Stolz aus,dieses leichte Zügel - Straffziehn bei unsrem vorwärtsstürmenden Drange nach Gewissheit, diese Selbstbeherr-schung des Reiters auf seinen wildesten Ritten: nachwie vor nämlich haben wir tolle feurige Thiere unteruns, und wenn wir zögern, so ist es am wenigsten wohldie Gefahr, die uns zögern macht . . .