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satz zu allen Lateinern) dem Werden, der Entwicklunginstinctiv einen tieferen Sinn und reicheren Werth zu-messen als Dem, was „ist“ — wir glauben kaum an dieBerechtigung des Begriffs „Sein“ —; ebenfalls insofernwir unsrer menschlichen Logik nicht geneigt sind einzu-räumen, dass sie die Logik an sich, die einzige Art Logiksei (wir möchten vielmehr uns überreden, dass sie nurein Specialfall sei, und vielleicht einer der wunderlichstenund dümmsten —). Eine vierte Frage wäre, ob auchSchopenhauer mit seinem Pessimismus, das heisst demProblem vom Werth des Daseins, gerade ein Deut-scher gewesen sein müsste. Ich glaube nicht. Das Er-eigniss, nach welchem diess Problem mit Sicherheit zuerwarten stand, so dass ein Astronom der Seele Tagund Stunde dafür hätte ausrechnen können, der Nieder-gang des Glaubens an den christlichen Gott, der Siegdes wissenschaftlichen Atheismus, ist ein gesammt-euro-päisches Ereigniss, an dem alle Rassen ihren Antheilvon Verdienst und Ehre haben sollen. Umgekehrt wäregerade den Deutschen zuzurechnen — jenen Deutschen,mit welchen Schopenhauer gleichzeitig lebte —, diesenSieg des Atheismus am längsten und gefährlichsten ver-zögert zu haben; LIegel namentlich war sein Verzögererfar excellence , gemäss dem grandiosen Versuche, dener machte, uns zur Göttlichkeit des Daseins zu allerletztnoch mit Hülfe unsres sechsten Sinnes, des „historischenSinnes“ zu überreden. Schopenhauer war als Philosophder erste eingeständliche und unbeugsame Atheist,den wir Deutschen gehabt haben: seine Feindschaftgegen Hegel hatte hier ihren Hintergrund. Die Un-göttlichkeit des Daseins galt ihm als etwas Gegebnes,Greifliches, Undiscutirbares; er verlor jedes Mal seinePhilosophen-Besonnenheit und gerieth in Entrüstung,