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Die fröhliche Wissenschaft :
("la gaya scienza")
Entstehung
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beschränkteren Zeitaltern nicht wachsen können oderunten gelassen werden, unter dem Banne und Verdachteder Ehrlosigkeit, es kommen damit jedes Mal die in-teressantesten und tollsten Zeitalter der Geschichte herauf,in denen dieSchauspieler, alle Arten Schauspieler, dieeigentlichen Herren sind. Eben dadurch wird eine andreGattung Mensch immer tiefer benachtheiligt, endlich un-möglich gemacht, vor Allem die grossenBaumeister;jetzt erlahmt die bauende Kraft; der Muth, auf langeFernen hin Pläne zu machen, wird entmuthigt; die orga-nisatorischen Genies fangen an zu fehlen: wer wagtes nunmehr noch, Werke zu unternehmen, zu derenVollendung man auf Jahrtausende rechnen müsste? Esstirbt eben jener Grundglaube aus, auf welchen hin Einerdergestalt rechnen, versprechen, die Zukunft im Planevorwegnehmen, seinem Plane zum Opfer bringen kann,dass nämlich der Mensch nur insofern Werth hat, Sinnhat, als er ein Stein in einem grossen Baue ist:wozu er zuallererst fest sein muss,Stein sein muss .. .Vor Allem nicht Schauspieler! Kurz gesagt ach,es wird lang genug noch verschwiegen werden! wasvon nun an nicht mehr gebaut wird, nicht mehr gebautwerden kann, das ist eine Gesellschaft im alten Ver-stände des Wortes; um diesen Bau zu bauen, fehlt Alles,voran das Material. Wir Alle sind kein Materialmehr für eine Gesellschaft: das ist eine Wahrheit,die an der Zeit ist! Es dünkt mich gleichgültig, dasseinstweilen noch die kurzsichtigste, vielleicht ehrlichste,jedenfalls lärmendste Art Mensch, die es heute giebt,unsre Herrn Socialisten, ungefähr das Gegentheil glaubt,hofft, träumt, vor Allem schreit und schreibt; man liestja ihr Zukunftswortfreie Gesellschaft bereits auf allenTischen und Wänden. Freie Gesellschaft? Ja! Ja! Aber