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nun eines Erben wartet, der es verschwenderisch aus-giebt (— die sogenannten Künstler sind diese Erben,insgleichen die Redner, Prediger, Schriftsteller: AllesMenschen, welche, immer am Ende einer langen Kettekommen, „Spätgeborne“ jedes Mal, im besten Verständedes Wortes, und, wie gesagt, ihrem Wesen nach Ver-schwender). Gesetzt, diese Beobachtung ist richtig, sodarf ich zu der Vermuthung weitergehn, dass Bewusst-sein überhaupt sich nur unter dem Druck desMittheilungs-Bedürfnisses entwickelt hat, —dass es von vornherein nur zwischen Mensch und Mensch(zwischen Befehlenden und Gehorchenden in Sonderheit)nöthig war, nützlich war, und auch nur im Verhältnisszum Grade dieser Nützlichkeit sich entwickelt hat. Be-wusstsein ist eigentlich nur ein Verbindungsnetz zwischenMensch und Mensch, — nur als solches hat es sichentwickeln müssen: der einsiedlerische und raubthierhafteMensch hätte seiner nicht bedurft. Dass uns unsreHandlungen, Gedanken, Gefühle, Bewegungen selbst in’sBewusstsein kommen — wenigstens ein Theil derselben —,das ist die Folge eines furchtbaren langen über demMenschen waltenden „Muss“: er brauchte, als das ge-fährdetste Thier, Hülfe, Schutz, er brauchte Seines-Glei-chen, er musste seine Noth auszudrücken, sich verständ-lich zu machen wissen — und zu dem Allen hatte erzuerst „Bewusstsein“ nöthig, also selbst zu „wissen“, wasihm fehlt, zu „wissen“, wie es ihm zu Muthe ist, zu„wissen“, was er denkt. Denn nochmals gesagt: derMensch, wie jedes lebende Geschöpf, denkt immerfort,aber weiss es nicht; das bewusst werdende Denken istnur der kleinste Theil davon, sagen wir: der oberfläch-lichste, der schlechteste Theil: — denn allein dieses be-wusste Denken geschieht in Worten, das heisst