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Die fröhliche Wissenschaft :
("la gaya scienza")
Entstehung
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Eltern. Der Sohn eines Advocaten wird auch als For-scher ein Advocat sein müssen: er will mit seiner Sachein erster Rücksicht Recht behalten, in zweiter, vielleicht,Recht haben. Die Söhne von protestantischen Geist-lichen und Schullehrern erkennt man an der naivenSicherheit, mit der sie als Gelehrte ihre Sache schon alsbewiesen nehmen, wenn sie von ihnen eben erst nurherzhaft und mit Wärme vorgebracht worden ist: siesind eben gründlich daran gewöhnt, dass man ihnenglaubt, — das gehörte bei ihren Vätern zum „Hand-werk“! Ein Jude umgekehrt ist, gemäss dem Geschäfts-kreis und der Vergangenheit seines Volks, gerade daran— dass man ihm glaubt — am wenigsten gewöhnt: mansehe sich darauf die jüdischen Gelehrten an, — sie Allehalten grosse Stücke auf die Logik, das heisst auf dasErzwingen der Zustimmung durch Gründe; sie wissen,dass sie mit ihr siegen müssen, selbst wo Rassen- undClassen-Widerwille gegen sie vorhanden ist, wo manihnen ungern glaubt. Nichts nämlich ist demokratischerals die Logik: sie kennt kein Ansehn der Person undnimmt auch die krummen Nasen für gerade. (Nebenbeibemerkt: Europa ist gerade in Hinsicht auf Logisirung,auf reinlichere Kopf-Gewohnheiten den Juden nichtwenig Dank schuldig; voran die Deutschen, als eine be-klagenswerth deraisonnable Rasse, der man auch heuteimmer noch zuerst „den Kopf zu waschen“ hat. Überall,wo Juden zu Einfluss gekommen sind, haben sie feinerzu scheiden, schärfer zu folgern, heller und sauberer zuschreiben gelehrt: ihre Aufgabe war es immer, ein Volk„zur raison“ zu bringen.)