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befindet — die ungeheuerliche Abgeschmacktheit dieserAttitüde ist uns als solche zum Bewusstsein gekommenund verleidet, — wir lachen schon, wenn wir „Menschund Welt“ nebeneinander gestellt finden, getrennt durchdie sublime Anmaassung des AVörtchens „und“! Wie aber?Haben wir nicht eben damit, als Lachende, nur einenSchritt weiter in der Verachtung des Menschen gemacht?Und also auch im Pessimismus, in der Verachtung desuns erkennbaren Daseins? Sind wir nicht eben damitdem Argwohne eines Gegensatzes verfallen, eines Gegen-satzes der Welt, in der wir bisher mit unsren Verehrungenzu Hause waren — um deren willen wir vielleicht zuleben aushielten —, und einer andren Welt, die wirselber sind: einem unerbittlichen, gründlichen, unter-sten Argwohn über uns selbst, der uns Europäer immermehr, immer schlimmer in Gewalt bekommt und leichtdie kommenden Geschlechter vor das furchtbare Ent-weder-Oder stellen könnte: „entweder schafft eure Ver-ehrungen ab oder — euch selbst!“ Das Letztere wäreder Nihilismus; aber wäre nicht auch das Erstere — derNihilismus? — Diess ist unser Fragezeichen.
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Die Gläubigen und ihr Bedürfniss nach Glau-ben. — Wie viel einer Glauben nöthig hat, um zu ge-deihen, wie viel „Festes“, an dem er nicht gerüttelt haben■will, weil er sich daran hält, — ist ein Gradmesser seinerKraft (oder, deutlicher geredet, seiner Schwäche). Christen-thum haben, wie mir scheint, im alten Europa auch heutenoch die Meisten nöthig: desshalb findet es auch immernoch Glauben. Denn so ist der Mensch: ein Glaubens-satz könnte ihm tausendfach widerlegt sein, — gesetzt,