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Die fröhliche Wissenschaft :
("la gaya scienza")
Entstehung
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machen: was Beides gleich grosse Kindereien sind. DerFehler der Feineren unter ihnen ist, dass sie die viel-leicht thörichten Meinungen eines Volkes über seineMoral oder der Menschen über alle menschliche Moralaufdecken und kritisiren, also über deren Herkunft, reli-giöse Sanction, den Aberglauben des freien Willens unddergleichen, und ebendamit vermeinen, diese Moral selbstkritisirt zu haben. Aber der Werth einer Vorschriftdusollst ist noch gründlich verschieden und unabhängigvon solcherlei Meinungen über dieselbe und von demUnkraut des Irrthums, mit dem sie vielleicht überwachsenist: so gewiss der Werth eines Medicaments für denKranken noch vollkommen unabhängig davon ist, obder Kranke wissenschaftlich oder wie ein altes Weibüber Medicin denkt. Eine Moral könnte selbst auseinem Irrthum gewachsen sein: auch mit dieser Einsichtwäre das Problem ihres Werthes noch nicht einmal be-rührt. Niemand also hat bisher den Werth jenerberühmtesten aller Medicinen, genannt Moral, geprüft:wozu zuallererst gehört, dass man ihn einmal inFrage stellt. Wohlan! Diess eben ist unser Werk.

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Unser Fragezeichen. Aber ihr versteht dasnicht? In der That, man wird Mühe haben, uns zu ver-stehn. Wir suchen nach Worten, wir suchen vielleichtauch nach. Ohren. Wer sind wir doch? Wollten wiruns einfach mit einem älteren Ausdruck Gottlose oderUngläubige oder auch Immoralisten nennen, wir würdenuns damit noch lange nicht bezeichnet glauben: wir sindalles Dreies in einem zu späten Stadium, als dass manbegriffe, als dass ihr begreifen könntet, meine Herren