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Die fröhliche Wissenschaft :
("la gaya scienza")
Entstehung
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Und, um hier Einiges zu verschweigen: so will ich dochmeine Moral nicht verschweigen, welche zu mir sagt:Lebe im Verborgenen, damit du dir leben kannst!Lebe unwissend über Das, was deinem Zeitalter dasWichtigste dünkt! Lege zwischen dich und heutewenigstens die Haut von drei Jahrhunderten! Und dasGeschrei von heute, der Lärm der Kriege und Revo-lutionen, soll dir ein Gemurmel sein! Du wirst auchhelfen wollen: aber nur Denen, deren Noth du ganzverstehst, weil sie mit dir Ein Leid und Eine Hoff-nung haben deinen Freunden: und nur auf dieWeise, wie du dir selber hilfst: ich will sie muthiger,aushaltender, einfacher, fröhlicher machen! Ich will sieDas lehren, was jetzt so Wenige verstehen und jenePrediger des Mitleidens am wenigsten: die Mit-freude!

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Vita femina. Die letzten Schönheiten einesWerkes zu sehen dazu reicht alles Wissen und allerguter Wille nicht aus; es bedarf der seltensten glück-lichen Zufälle, damit einmal der Wolkenschleier vondiesen Gipfeln für uns weiche, und die Sonne auf ihnenglühe. Nicht nur müssen wir gerade an der rechtenStelle stehen, diess zu sehen: es muss gerade unsreSeele selber den Schleier von ihren Höhen weggezogenhaben und eines äussern Ausdruckes und Gleichnissesbedürftig sein, wie um einen Halt zu haben und ihrerselber mächtig zu bleiben. Diess Alles aber kommt soselten gleichzeitig zusammen, dass ich glauben möchte,die höchsten Höhen alles Guten, sei es Werk, That,Mensch, Natur, seien bisher für die Meisten und selbst