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Die fröhliche Wissenschaft :
("la gaya scienza")
Entstehung
Seite
260
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diess müsste doch ein Glück ergeben, das bisherder Mensch noch nicht kannte, eines Gottes Glückvoller Macht und Liebe, voller Thränen und voll Lachens,ein Glück, welches, wie die Sonne am Abend, fortwährendaus seinem unerschöpflichen Reichthume wegschenktund ins Meer schüttet und, wie sie, sich erst dann amreichsten fühlt, wenn auch der ärmste Fischer noch mitgoldenem Ruder rudert! Dieses göttliche Gefühl hiessedann Menschlichkeit!

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Der Wille zum Leiden und die Mitleidigen.Ist es euch selber zuträglich, vor Allem mitleidige Men-schen zu sein? Und ist es den Leidenden zuträglich, wennihr es seid? Doch lassen wir die erste Frage für einenAugenblick ohne Antwort. Das, woran wir am tief-sten und persönlichsten leiden, ist fast allen Anderenunverständlich und unzugänglich: darin sind wir demNächsten verborgen, und wenn er mit uns aus EinemTopfe isst. Überall aber, wo wir als Leidende be-merkt werden, wird unser Leiden flach ausgelegt; esgehört zum Wesen der mitleidigen Affection, dass siedas fremde Leid des eigentlich Persönlichen entkleidet: unsreWohlthäter sind mehr als unsre Feinde dieVerkleinerer unsres Werthes und Willens. Bei denmeisten Wohlthaten, die Unglücklichen erwiesen werden,liegt etwas Empörendes in der intellectuellen Leicht-fertigkeit , mit der da der Mitleidige das Schicksalspielt: er weiss Nichts von der ganzen inneren Folgeund Verflechtung, welche Unglück für mich oder fürdich heisst! Die gesammte Ökonomie meiner Seeleund deren Ausgleichung durch dasUnglück, das Auf-

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