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sehr mächtigen Gefühls zu bilden, Glied um Glied, —wir wissen kaum, was wir thun. Fast scheint es uns,als ob es sich nicht um ein neues Gefühl, sondern umdie Abnahme aller alten Gefühle handele: — derhistorische Sinn ist noch etwas so Armes und Kaltes,und Viele werden von ihm wie von einem Froste be-fallen und durch ihn noch ärmer und kälter gemacht.Anderen erscheint er als das Anzeichen des heran-schleichenden Alters, und unser Planet gilt ihnen als einschwermüthiger Kranker, der, um seine Gegenwart zuvergessen, sich seine Jugendgeschichte aufschreibt. Inder That: diess ist Eine Farbe dieses neuen Gefühls:wer die Geschichte der Menschen insgesammt als eigneGeschichte zu fühlen weiss, der empfindet in einerungeheuren Verallgemeinerung allen jenen Gram desKranken, der an die Gesundheit, des Greises, der an denJugendtraum denkt, des Liebenden, der der Geliebten be-raubt wird, des Märtyrers, dem sein Ideal zu Grundegeht, des Helden am Abend der Schlacht, welche Nichtsentschieden hat und doch ihm Wunden und den Ver-lust des Freundes brachte —; aber diese ungeheureSumme von Gram aller Art tragen, tragen können undnun doch noch der Held sein, der beim Anbruch eineszweiten Schlachttages die Morgenröthe und sein Glückbegrüsst, als der Mensch eines Horizontes von Jahrtausen-den vor sich und hinter sich, als der Erbe aller Vor-nehmheit alles vergangnen Geistes, und der verpflichteteErbe, als der Adeligste aller alten Edlen und zugleichder Erstling eines neuen Adels, dessen Gleichen nochkeine Zeit sah und träumte: diess Alles auf seine Seelenehmen, Ältestes, Neuestes, Verluste, Ploffnung-en, v Er-oberungen, Siege der Menschheit: diess Alles endlich inEiner Seele haben und in Ein Gefühl zusammendrängen:
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