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33°.
Beifall. — Der Denker bedarf des Beifalls und desHändeklatschens nicht, vorausgesetzt, dass er seines eig-nen Händeklatschens sicher ist: diess aber kann er nichtentbehren. Giebt es Menschen, welche auch Dessen undüberhaupt jeder Gattung von Beifall entrathen könnten?Ich zweifle: und selbst in Betreff der Weisesten sagtTacitus, der kein Verleumder der Weisen ist, quandoetiam safiientibus gloriae cufiido novissima exuititr — dasheisst bei ihm: niemals.
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Lieber taub, als betäubt. — Ehemals wollteman sich einen Ruf machen: das genügt jetzt nichtmehr, da der Markt zu gross geworden ist, —• es mussein Geschrei sein. Die Folge ist, dass auch guteKehlen sich überschreien, und die besten Waaren vonheiseren Stimmen ausgeboten werden; ohne Markt-schreierei und Heiserkeit giebt es jetzt kein Genie mehr.— Das ist nun freilich ein böses Zeitalter für den Denker:er muss lernen, zwischen zwei Lärmen noch seine Stillezu finden, und sich so lange taub stellen, bis er es ist.So lange er diess noch nicht gelernt hat, ist er freilichin Gefahr, vor Ungeduld und Kopfschmerzen zu Grundezu gehen.
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Die böse Stunde. — Es hat wohl für jeden Philo-sophen eine böse Stunde gegeben, wo er dachte: wasliegt an mir, wenn man mir nicht auch meine schlechtenArgumente glaubt! — Und dann flog irgend ein schaden-frohes Vögelchen an ihm vorüber und zwitscherte: „Wasliegt an dir? Was liegt an dir?“
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