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ein höchst einsiedlerisches Leben in’s Gedächtniss zu-rück und zugleich das Gefühl, in dem ich damals lebte:— ich meinte ewig so fortleben zu können. Aber jetztbegreife ich, dass es ganz und gar Pathos und Leiden-schaft war, ein Ding, vergleichbar dieser schmerzhaft-muthigen und trostsichern Musik, — dergleichen darfman nicht auf Jahre oder gar auf Ewigkeiten haben:man würde für diesen Planeten damit zu „überirdisch“.
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Weisheit im Schmerz. — Im Schmerz ist sovielWeisheit wie in der Lust: er gehört gleich dieser zuden arterhaltenden Kräften ersten Ranges. Wäre erdiess nicht, so würde er längst zu Grunde gegangensein; dass er weh thut, ist kein Argument gegen ihn,es ist sein Wesen. Ich höre im Schmerz den Com-mandoruf des Schiffscapitäns: „ zieht die Segel ein! “Auf tausend Arten die Segel zu stellen, muss der kühneSchifffahrer „Mensch“ sich eingeübt haben, sonst wärees gar zu schnell mit ihm vorbei, und der Ozean schlürfteihn zu bald hinunter. Wir müssen auch mit vermin-derter Energie zu leben wissen: sobald der Schmerzsein Sicherheitssignal giebt, ist es an der Zeit, sie zuvermindern, — irgend eine grosse Gefahr, ein Sturmist im Anzuge, und wir thun gut, uns so wenig alsmöglich „aufzubauschen“. — Es ist wahr, dass es Men-schen giebt, welche beim Herannahen des grossenSchmerzes gerade den entgegengesetzten Commandorufhören, und welche nie stolzer, kriegerischer und glück-licher dreinschauen, als wenn der Sturm heraufzieht;ja, der Schmerz selber giebt ihnen ihre grössten Augen-blicke! Das sind die heroischen Menschen, die grossen