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Prophetische Menschen. — Ihr habt kein Ge-fühl dafür, dass prophetische Menschen sehr leidendeMenschen sind: ihr meint nur, es sei ihnen eine schöne„Gabe“ gegeben, und möchtet diese wohl gern selberhaben, — doch ich will mich durch ein Gleichniss aus-drücken. Wie viel mögen die Thiere durch die Luft-und Wolken-Elektricität leiden! Wir sehen, dass einigeArten von ihnen ein prophetisches Vermögen hinsicht-lich des Wetters haben, zum Beispiel die Affen (wieman selbst noch in Europa gut beobachten kann, undnicht nur in Menagerien, nämlich auf Gibraltar). Aberwir denken nicht daran, dass ihre Schmerzen — fürsie die Propheten sind! Wenn eine starke positiveElektricität plötzlich unter dem Einflüsse einer heran-ziehenden, noch lange nicht sichtbaren Wolke in nega-tive Elektricität umschlägt, und eine Veränderung desWetters sich vorbereitet, da benehmen sich diese Thiereso, als ob ein Feind herannahe, und richten sich zurAbwehr oder zur Flucht ein; meistens verkriechen siesich, — sie verstehen das schlechte Wetter nicht alsWetter, sondern als Feind, dessen Hand sie schonfühlen!
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Rüclcblick. — Wir werden uns des eigentlichenPathos jeder Lebensperiode selten als eines solchen be-wusst, so lange wir in ihr stehen, sondern meinen immer,es sei der einzig uns nunmehr mögliche und vernünftigeZustand und durchaus Ethos, nicht Pathos — mit denGriechen zu reden und zu trennen. Ein paar Töne vonMusik riefen mir heute einen Winter und ein Haus und
Nietzsche, Werke Band V.
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