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Spiel spielt. Man wird an jene improvisirenden Meisterder Tonkunst erinnert, denen auch der Zuhörer einegöttliche Unfehlbarkeit der Hand zuschreiben möchte,trotzdem dass sie sich hier und da vergreifen, wie jederSterbliche sich vergreift. Aber sie sind geübt und er-finderisch, und im Augenblicke immer bereit, den zu-fälligsten Ton, wohin ein Wurf des Fingers, eine Launesie treibt, sofort in das thematische Gefüge einzuordnenund dem Zufalle einen schönen Sinn und eine Seele ein-zuhauchen. — Hier ist ein ganz andrer Mensch: demmissräth im Grunde Alles, was er will und plant. Das,woran er gelegentlich sein Herz gehängt hat, brachteihn schon einige Male an den Abgrund und in dienächste Nähe des Unterganges; und wenn er dem nochentwischte, so doch gewiss nicht nur „mit einem blauenAuge“. Glaubt ihr, dass er darüber unglücklich ist? Erhat längst bei sich beschlossen, eigne Wünsche undPläne nicht so wichtig zu nehmen. „Gelingt mir Diessnicht, so redet er sich zu, dann gelingt mir vielleichtJenes; und im Ganzen weiss ich nicht, ob ich nichtmeinem Misslingen mehr zu Danke verpflichtet bin alsirgend welchem Gelingen. Bin ich dazu gemacht, eigen-sinnig zu sein und die Hörner des Stieres zu tragen?Das, was mir Werth und Ergebniss des Lebens aus-macht, liegt wo anders; mein Stolz und ebenso meinElend liegt wo anders. Ich weiss mehr vom Leben,weil ich so oft daran war, es zu verlieren: und ebendarum habe ich mehr vom Leben als ihr Alle!“
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Indem wir thun, lassen wir. — Im Grunde sindmir alle jene Moralen zuwider, welche sagen: „Thue