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Räu eher werk. — Buddha sagt: „schmeichle deinemWohlthäter nicht!“ Man spreche diesen Spruch nach ineiner christlichen Kirche: — er reinigt sofort die Luftvon allem Christlichen.
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Grösster Nutzen des Polytheismus. — Dassder Einzelne sich sein eignes Ideal aufstelle und ausihm sein Gesetz, seine Freuden und seine Rechte ab-leite — das galt wohl bisher als die ungeheuerlichstealler menschlichen Verirrungen und als die Abgöttereian sich: in der That haben die Wenigen, die diess wag-ten, immer vor sich selber eine Apologie nöthig gehabt,und diese lautete gewöhnlich: „nicht ich! nicht ich! son-dern ein Gott durch mich!“ Die wundervolle Kunstund Kraft, Götter zu schaffen — der Polytheismus —war es, in der dieser Trieb sich entladen durfte, in derer sich reinigte, vervollkommnete, veredelte: denn ur-sprünglich war es ein gemeiner und unansehnlicher Trieb,verwandt dem Eigensinn, dem Ungehorsam und demNeide. Diesem Triebe zum eignen Ideal feind sein:das war ehemals das Gesetz jeder Sittlichkeit. Da gabes nur Eine Norm: „der Mensch“ — und jedes Volkglaubte diese Eine und letzte Norm zu haben. Aberüber sich und ausser sich, in einer fernen Überwelt,durfte man eine Mehrzahl von Normen sehen: dereine Gott war nicht die Leugnung oder Lästerung desandern Gottes! Hier erlaubte man sich zuerst Indivi-duen, hier ehrte man zuerst das Recht von Individuen.Die Erfindung von Göttern, Heroen und Übermenschenaller Art, sowie von Neben- und Untermenschen, von