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das Schmutzige, Entstellende und Herzbrechende kennen,— ihr idealer Drang geht daher auf Vernichtung derLeidenschaften aus: im Göttlichen sehen sie die völligeReinheit davon. Ganz anders, als Paulus und die Juden,haben die Griechen ihren idealen Drang gerade auf dieLeidenschaften gewendet und diese geliebt, gehob'en,vergoldet und vergöttlicht; offenbar fühlten sie sich inder Leidenschaft nicht nur glücklicher, sondern auchreiner und göttlicher als sonst. — Und nun die Christen ?Wollten sie hierin zu Juden werden? Sind sie es viel-leicht geworden?
140.
Zu jüdisch. — Wenn Gott ein Gegenstand derLiebe werden wollte, so hätte er sich zuerst des Richtensund der Gerechtigkeit begeben müssen: — ein Richter,und selbst ein gnädiger Richter, ist kein Gegenstand derLiebe. Der Stifter des Christenthums empfand hierinnicht fein genug, — als Jude.
141.
Zu orientalisch. — Wie? Ein Gott, der die Men-schen liebt, vorausgesetzt, dass sie an ihn glauben, undder fürchterliche Blicke und Drohungen gegen Denschleudert, der nicht an diese Liebe glaubt! Wie? eineverclausulirte Liebe als die Empfindung eines allmächti-gen Gottes! Eine Liebe, die nicht einmal über das Ge-fühl der Ehre und der gereizten Rachsucht Herr gewordenist! Wie orientalisch ist das Alles! „Wenn ich dichliebe, was geht’s dich an?“ ist schon eine ausreichendeKritik des ganzen Christenthums.