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Ursache und Wirkung zum Grundglauben geworden,den er überall, wo Etwas geschieht, verwendet, — auchjetzt noch instinctiv und als ein Stück Atavismus ältesterAbkunft. Die Sätze „keine Wirkung ohne Ursache“,„jede Wirkung wieder Ursache“ erscheinen als Verall-gemeinerungen viel engerer Sätze: „wo gewirkt wird,da ist gewollt worden“, „es kann nur auf wollende AVesengewirkt werden“, „es giebt nie ein reines, folgenlosesErleiden einer Wirkung, sondern alles Erleiden ist eineErregung des Willens“ (zur That, Abwehr, Rache, Ver-geltung), — aber in den Urzeiten der Menschheit warendiese und jene Sätze identisch, die ersten nicht Verall-gemeinerungen der zweiten, sondern die zweiten Erläu-terungen der ersten. — Schopenhauer, mit seiner An-nahme, dass Alles, was da sei, nur etwas Wollendes sei,hat eine uralte M3hhologie auf den Thron gehoben; erscheint nie eine Analyse des Willens versucht zu haben,..weil er an die Einfachheit und Unmittelbarkeit allesAA^ollens glaubte, gleich Jedermann: —während Wollennur ein so gut eingespielter Mechanismus ist, dass erdem beobachtenden Auge fast entläuft. Ihm gegenüberstelle ich diese Sätze auf: erstens, damit Wille entstehe,ist eine Vorstellung von Lust und Unlust nöthig. Zwei-tens: dass ein heftiger Reiz als Lust oder Unlust em-pfunden werde, das ist die Sache des interpretiren-den Intellects, der freilich zumeist dabei uns unbewusstarbeitet; und ein und derselbe Reiz kann als Lust oderUnlust interpretirt werden. Drittens: nur bei den in-tellectuellen AVesen giebt es Lust, Unlust und Wille;die ungeheure Mehrzahl der Organismen hat Nichtsdavon.