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126.
Mystische Erklärungen. — Die mystischen Er-klärungen gelten für tief; die Wahrheit ist, dass sie nochnicht einmal oberflächlich sind.
127.
Nachwirkung der ältesten Religiosität. —Jeder Gedankenlose meint, der Wille sei das allein Wir-kende; Wollen sei etwas Einfaches, schlechthin Ge-gebnes, Unableitbares, An-sich-Verständliches. Er istüberzeugt, wenn er Etwas thut, zum Beispiel einenSchlag ausführt, er sei es, der da schlage, und er habegeschlagen, weil er schlagen wollte. Er merkt garNichts von einem Problem daran, sondern das Gefühldes Willens genügt ihm, nicht nur zur Annahme vonUrsache und Wirkung, sondern auch zum Glauben, ihrVerhältniss zu verstehen. Von dem Mechanismus desGeschehens und der hundertfältigen feinen Arbeit, dieabgethan w r erden muss, damit es zu dem Schlage komme,ebenso von der Unfähigkeit des Willens an sich, auchnur den geringsten Theil dieser Arbeit zu thun, weisser Nichts. Der Wille ist ihm eine magisch wirkendeKraft: der Glaube an den Willen, als an die Ursachevon Wirkungen, ist der Glaube an magisch wirkendeKräfte. Nun hat ursprünglich der Mensch überall, woer ein Geschehen sah, einen Willen als Ursache undpersönlich wollende Wesen im Hintergründe wirkendgeglaubt, — der Begriff der Mechanik lag ihm ganzferne. Weil aber der Mensch ungeheure Zeiten langnur an Personen geglaubt hat (und nicht an Stoffe,Kräfte, Sachen und so weiter), ist ihm der Glaube an