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Freund der Kunst merkwürdig genug ist, dass er dieWissenschaft über die Kunst stellt; zuletzt ist es dochnur eine Artigkeit, wenn er hier nicht von dem redet, wasauch er hoch über alle Wissenschaft stellt: von der „ge-offenbarten Wahrheit“ und von dem „ewigen Heil derSeele“, — was sind ihm dagegen Schmuck, Stolz, Unter-haltung, Sicherung des Lebens! „Die Wissenschaft ist Et-was von zweitem Range, nichts Letztes, Unbedingtes, keinGegenstand der Passion“, — diess Urtheil blieb in derSeele Leo’s zurück: das eigentlich christliche Urtheil überdie Wissenschaft! Im Alterthum war ihre Würde undAnerkennung dadurch verringert, dass selbst unter ihreneifrigsten Jüngern das Streben nach der Tugend voran-stand, und dass man der Erkenntniss schon ihr höchstesLob gegeben zu haben glaubte, wenn man sie als dasbeste Mittel der Tugend feierte. Es ist etwas Neues inder Geschichte, dass die Erkenntniss mehr sein will alsein Mittel.
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Im Horizont des Unendlichen. — Wir habendas Land verlassen und sind zu Schiff gegangen! Wirhaben die Brücke hinter uns, — mehr noch, wir habendas Land hinter uns abgebrochen! Nun, Schifflein! siehdich vor! Neben dir liegt der Ocean: es ist wahr, er brülltnicht immer, und mitunter liegt er da wie Seide undGold und Träumerei der Güte. Aber es kommen Stun-den, wo du erkennen wirst, dass er unendlich ist, unddass es nichts Furchtbareres giebt als Unendlichkeit.Oh des armen Vogels, der sich frei gefühlt hat und nunan die Wände dieses Käfigs stösst! Wehe, wenn dasLand-Heimweh dich befällt, als ob dort mehr Freiheitgewesen wäre, — und es giebt kein „Land“ mehr!