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tenelle in seinen unsterblichen Todtengesprächen hin-k 1 warf, galten seiner Zeit als Paradoxien und Spiele eines
nicht unbedenklichen Witzes; selbst die höchsten Richterdes Geschmacks und des Geistes sahen nicht mehrdarin, — ja, vielleicht Fontenelle selber nicht. Nun; ereignet-sich etwas Unglaubliches: diese Gedanken wer-
den Wahrheiten! Die Wissenschaft beweist sie! Das1 Spiel wird zum Ernst! Und wir lesen jene Dialoge mit
einer andren Empfindung, als Voltaire und HelvetiusI sie lasen, und heben unwillkürlich ihren Urheber in eine
| j andere und viel höhere Rangclasse der Geister, als
>’ | Jene thaten, — mit Recht? Mit Unrecht?
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| Chamfort. — Dass ein solcher Kenner der Men-
schen und der Menge, wie Chamfort, eben der MengeI beisprang und nicht in philosophischer Entsagung und
Abwehr seitwärts stehen blieb, das weiss ich mir nichtanders zu erklären als so: Ein Instinct. war in ihmstärker als seine Weisheit, und war nie befriedigtworden, der Hass gegen alle noblesse des Geblüts:
; vielleicht der alte, nur zu erklärliche Hass seiner Mutter,
welcher durch die Liebe zur Mutter in ihm heilig ge-sprochen war, — ein Instinct der Rache von seinenKnabenjahren her, der ^die Stunde erwartete, die Mutterzu rächen. Und nun hatte ihn das Leben und sein Genie,und ach! am meisten wohl das väterliche Blut in seinenAdern dazu verführt, eben dieser noblesse sich einzu-reihen und gleichzustellen — viele viele Jahre lang!Endlich ertrug er aber seinen eignen Anblick, denAnblick des „alten Menschen“ unter dem alten regimenicht mehr; er gerieth in eine heftige Leidenschaft der