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dichtet, fortliebt, forthasst, fortschliesst, — ich bin plötz-lich mitten in diesem Traume erwacht, aber nur zumBewusstsein, dass ich eben träume und dass ich weiter-träumen muss, um nicht zu Grunde zu gehn: wie derNachtwandler weiterträumen muss, um nicht hinabzu-stürzen. Was ist mir jetzt „Schein“! Wahrlich nicht derGegensatz irgend eines Wesens, — was weiss ich vonirgend welchem Wesen auszusagen, als eben nur diePrädicate seines Scheins! Wahrlich nicht eine todteMaske, die man einem unbekannten X aufsetzen undauch wohl abnehmen könnte! Schein ist für mich dasWirkende und Lebende selber, das soweit in seinerSelbstverspottung geht, mich fühlen zu lassen, dass hierSchein und Irrlicht und Geistertanz und nichts Mehr ist,— dass unter allen diesen Träumenden auch ich, der„Erkennende“, meinen Tanz tanze, dass der Erkennendeein Mittel ist, den irdischen Tanz in die Länge zu ziehn,und insofern zu den Festordnern des Daseins gehört, unddass die erhabene Consequenz und Verbundenheit allerErkenntnisse vielleicht das höchste Mittel ist und seinwird, die Allgemeinheit der Träumerei und die Allver-ständlichkeit aller dieser Träumenden unter einanderund eben damit die Dauer des Traumes aufrechtzu erhalten.
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Der letzte Edelsinn. — Was macht denn „edel“?Gewiss nicht, dass man Opfer bringt; auch der rasendWollüstige bringt Opfer. Gewiss nicht, dass man über-haupt einer Leidenschaft folgt; es giebt verächtlicheLeidenschaften. Gewiss nicht, dass man für AndereEtwas thut und ohne Selbstsucht: vielleicht ist die Con-sequenz der Selbstsucht gerade bei dem Edelsten am