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Freunde nie mehr ohne Hintergedanken: von Diesemwollen sie ein Stück Glanz und Abglanz seiner Tugend,von Jenem das Furchteinflössende gewisser bedenklicherEigenschaften, die Jedermann an ihm kennt, einemAndern stehlen sie den Ruf seines Müssigganges, seinesIn-der-Sonne-liegens, weil es ihren eignen Zweckenfrommt, zeitweilig für unachtsam und träge zu gelten:— es verdeckt, dass sie auf der Lauer liegen; baldbrauchen sie den Phantasten, bald den Kenner, bald denGrübler, bald den Pedanten in ihrer Nähe und gleichsamals ihr gegenwärtiges Selbst, aber eben so bald brauchensie dieselben nicht mehr! Und so sterben fortwährendihre Umgebungen und Aussenseiten ab, während Allessich in diese Umgebung zu drängen scheint und zu ihrem„Charakter“ werden will; darin gleichen sie den grossenStädten. Ihr Ruf ist fortwährend im Wandel wie ihrCharakter, denn ihre wechselnden Mittel verlangen diesenWechsel und schieben bald diese, bald jene wirkliche odererdichtete Eigenschaft hervor und auf die Bühne hinaus:ihre Freunde und Verbündeten gehören, wie gesagt, zudiesen Bühnen-Eigenschaften. Dagegen muss Das, wassie wollen, um so mehr fest und ehern und weithinglänzend stehen bleiben, — und auch Diess hat bisweilenseine Komödie und sein Bühnenspiel nöthig.
I Handel und Adel. — Kaufen und verkaufen gilt
i jetzt als gemein, wie die Kunst des Lesens und Schreibens;
Jeder ist jetzt darin eingeübt, selbst wenn er kein Han-delsmann ist, und übt sich noch an jedem Tage in dieserTechnik: ganz wie ehemals, im Zeitalter der wilderenMenschheit, Jedermann Jäger war und sich Tag für Tag