Wollende zu Grunde, und sind hierdurch schädlich. Jaes kann der Fall Vorkommen, dass sie, im Ganzen ge-rechnet, nur schaden, weil ihr Bestes allein von Solchenangenommen und gleichsam aufgetrunken wird, welchean ihm, wie an einem zu starken Getränke, ihren Ver-stand und ihre Selbstsucht verlieren: sie werden so
berauscht, dass sie ihre Glieder auf allen den Irrwegenbrechen müssen, wohin sie der Rausch treibt.
29.
Die Hinzu-Lügner. — Als man in Frankreichdie Einheiten des Aristoteles zu bekämpfen und folglichauch zu vertheidigen anfieng, da war es wieder einmalzu sehen, was so oft zu sehen ist, aber so ungern ge-sehen wird: — man log sich Gründe vor, um derent-halben jene Gesetze bestehen sollten, blos um sich nichteinzugestehen, dass man sich an die Herrschaft dieserGesetze gewöhnt habe, und es nicht mehr andershaben wolle. Und so macht man es innerhalb jederherrschenden Moral und Religion, und hat es von jehergemacht: die Gründe und die Absichten hinter der Ge-wohnheit werden immer zu ihr erst hinzugelogen, wennEinige anfangen, die Gewohnheit zu bestreiten und nachGründen und Absichten zu fragen. Hier steckt diegrosse Unehrlichkeit der (konservativen aller Zeiten:— es sind die Hinzu-Lügner.
30.
Komödienspiel der Berühmten. — BerühmteMänner, welche ihren Ruhm nöthig haben, wie zumBeispiel alle Politiker, wählen ihre Verbündeten und