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Bezug auf sich bescheiden und gedankenlos, vielleichtsogar gleichgültig oder ironisch lebt, — dieses Lob istjedenfalls nicht aus dem Geiste der Selbstlosigkeit ent-sprungen! Der „Nächste“ lobt die Selbstlosigkeit, weiler durch sie Vortheile hat! Dächte der Nächsteselber „selbstlos“, so würde er jenen Abbruch anKraft, jene Schädigung zu seinen Gunsten abweisen,der Entstehung solcher Neigungen entgegenarbeitenund vor Allem seine Selbstlosigkeit eben dadurch be-kunden, dass er dieselbe nicht gut nennte! — Hiermitist der Grundwiderspruch jener Moral angedeutet, welchegerade.jetzt sehr in Ehren steht: die Motive zu dieserMoral stehen im Gegensatz zu ihrem Princip! Das,womit sich diese Moral beweisen will, widerlegt sieaus ihrem Kriterium des Moralischen! Der Satz „dusollst dir selber entsagen und dich zum Opfer brin-gen“ dürfte, um seiner eignen Moral nicht zuwider-zugehen, nur von einem Wesen decretirt werden, welchesdamit selber seinem Vortheil entsagte und vielleicht inder verlangten Aufopferung der Einzelnen seinen eignenUntergang herbeiführte. Sobald aber der Nächste (oderdie Gesellschaft) den Altruismus um des Nutzenswillen anempfiehlt, wird der gerade entgegengesetzteSatz „du sollst den Vortheil auch auf Unkosten allesAnderen suchen“ zur Anwendung gebracht, also inEinem Athem ein „Du sollst“ und „Du sollst nicht“gepredigt!
22.
L’ordre du joitr ftour le roi. — Der Tag beginnt:beginnen wir für diesen Tag die Geschäfte und Festeunsres allergnädigsten Herrn zu ordnen, der jetzt nochzu ruhen geruht. Seine Majestät hat heute schlechtes