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Tugend eines Werkzeuges, wird dargestellt als der Wegzu Reichthum und Ehre und als das heilsamste Giftgegen die Langeweile und die Leidenschaften: aber manverschweigt seine Gefahr, seine höchste Gefährlichkeit.Die Erziehung verfährt durchweg so: sie sucht den Ein-zelnen durch eine Reihe von Reizen und Vortheilen zueiner Denk- und Handlungsweise zu bestimmen, welche,wenn sie Gewohnheit, Trieb und Leidenschaft gewordenist, wider seinen letzten Vortheil, aber „zum all-gemeinen Besten“ in ihm und über ihn herrscht. Wieoft sehe ich es, dass der blindwüthende Fleiss zwarReichthiimer und Ehre schafft, aber zugleich den Or-ganen die Feinheit nimmt, vermöge deren es einenGenuss an Reichthum und Ehren geben könnte, ebenso,dass jenes Hauptmittel gegen die Langeweile und dieLeidenschaften zugleich die Sinne stumpf und den Geistwiderspänstig gegen neue Reize macht. (Das fleissigstealler Zeitalter — unser Zeitalter — weiss aus seinemvielen Fleisse und Gelde Nichts zu machen, als immerwieder mehr Geld und immer wieder mehr Fleiss: esgehört eben mehr Genie dazu, auszugeben, als zu er-werben! — Nun, wir werden unsre „Enkel“ haben!)Gelingt die Erziehung, so ist jede Tugend des Einzelneneine öffentliche Nützlichkeit und ein privater Nachtheilim Sinne des höchsten privaten Zieles, — wahrscheinlichirgend eine geistig-sinnliche Verkümmerung oder garder frühzeitige Untergang: man erwäge der Reihe nachvon diesem Gesichtspunkte aus die Tugend des Gehor-sams, der Keuschheit, der Pietät, der Gerechtigkeit. DasLob des Selbstlosen, Aufopfernden, Tugendhaften —also Desjenigen, der nicht seine ganze Kraft und Ver-nunft auf seine Erhaltung, Entwicklung, Erhebung,Förderung, Macht-Erweiterung verwendet, sondern in