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Die fröhliche Wissenschaft :
("la gaya scienza")
Entstehung
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der Gesellschaft ist auch der Verlust des besten Einzelnennur ein kleines Opfer! Schlimm, dass diess Opfer Noththut! Viel schlimmer freilich, wenn der Einzelne andersdenken und seine Erhaltung und Entwicklung wichtigernehmen sollte, als seine Arbeit im Dienste der Gesell-schaft! Und so bedauert man diesen Jüngling, nicht umseiner selber willen, sondern weil ein ergebenes undgegen sich rücksichtsloses Werkzeug ein sogenannterbraver Mensch durch diesen Tod der Gesellschaftverloren gegangen ist. Vielleicht erwägt man noch, obes im Interesse der Gesellschaft nützlicher gewesen seinwürde, wenn er minder rücksichtslos gegen sich gearbeitetund sich länger erhalten hätte, ja man gesteht sichwohl einen Vortheil davon zu, schlägt aber jenen andernVortheil, dass ein Opfer gebracht ist und die Gesinnungdes Opferthiers sich wieder einmal augenscheinlichbestätigt hat, für höher und nachhaltiger an. Es ist alsoeinmal die Werkzeug-Natur in den Tugenden, die eigent-lich gelobt wird, wenn die Tugenden gelobt werden, undsodann der blinde in jeder Tugend waltende Trieb,welcher durch den Gesammt-Vortheil des Individuums sichnicht in Schranken halten lässt, kurz: die Unvernunftin der Tugend, vermöge deren das Einzelwesen sich zurFunction des Ganzen umwandeln lässt. Das Lob derTugenden ist das Lob von etwas Privat-Schädlichem,das Lob von Trieben, welche dem Menschen seine edelsteSelbstsucht und die Kraft zur höchsten Obhut über sichselber nehmen. Freilich: zur Erziehung und zur Ein-verleibung tugendhafter Gewohnheiten kehrt man eineReihe von Wirkungen der Tugend heraus, welche Tugendund Privat-Vortheil als verschwistert erscheinen lassen,und es giebt in der That eine solche Geschwisterschaft!Der blindwüthende Fleiss zum Beispiel, diese typische