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Die fröhliche Wissenschaft :
("la gaya scienza")
Entstehung
Seite
45
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haben, und alle Vernunft, Leidenschaft und Aberglaubenin dieser Betrachtung, ist diess schon zu Endeerforscht? Allein die Beobachtung des verschiedenenWachsthums, welches die menschlichen Triebe je nachdem verschiedenen moralischen Klima gehabt haben undnoch haben könnten, giebt schon zu viel der Arbeit fürden Arbeitsamsten; es bedarf ganzer Geschlechter undplanmässig zusammen arbeitender Geschlechter von Ge-lehrten, um hier die Gesichtspunkte und das Material zuerschöpfen. Das Selbe gilt von der Nachweisung derGründe für die Verschiedenheit des moralischen Klimas(wesshalb leuchtet hier diese Sonne eines moralischenGrundurtheils und Hauptwerthmessers und dort jene?).Und wieder eine neue Arbeit ist es, welche die Irrthüm-lichkeit aller dieser Gründe und das ganze Wesen desbisherigen moralischen Urtheils feststellt. Gesetzt, allediese Arbeiten seien gethan, so träte die heikeligste allerFragen in den Vordergrund, ob die Wissenschaft imStande sei, Ziele des Handelns zu geben, nachdem siebewiesen hat, dass sie solche nehmen und vernichtenkann und dann würde ein Experimentiren am Platzesein, an dem jede Art von Heroismus sich befriedigenkönnte, ein Jahrhunderte langes Experimentiren, welchesalle grossen Arbeiten und Aufopferungen der bisherigenGeschichte in Schatten stellen könnte. Bisher hat dieWissenschaft ihre Cyklopen-Bauten noch nicht gebaut;auch dafür wird die Zeit kommen.

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Unbewusste Tugenden. Alle Eigenschafteneines Menschen, deren er sich bewmsst ist und na-mentlich, wenn er deren Sichtbarkeit und Evidenz auch