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mässig und desshalb zu allererst als unglaubwürdig: siezwinkern mit den Augen, wenn sie von dergleichenhören, und scheinen sagen zu wollen „es wird wohlirgend ein guter Vortheil dabei sein, man kann nichtdurch alle Wände sehen“: — sie sind argwöhnisch gegenden Edlen, als ob er den Vorth eil auf Schleichwegensuche. Werden sie von der Abwesenheit selbstischerAbsichten und Gewinnste allzu deutlich überzeugt, sogilt ihnen der Edle als eine Art von Narren: sie ver-achten ihn in seiner Freude und lachen über den Glanzseiner. Augen. „Wie kann man sich darüber freuen imNachtheil zu sein, wie kann man mit offnen Augen inNachtheil gerathen wollen! Es muss eine Krankheit derVernunft mit der edlen Affection verbunden sein“ •— so"denken sie rind blicken geringschätzig dabei: wie sie dieFreude geringschätzen, welche der Irrsinnige von seinerfixen Idee her hat. Die gemeine Natur ist dadurch aus-gezeichnet, dass sie ihren Vortheil unverrückt im Augei behält und dass diess Denken an Zweck und Vortheilselbst stärker als die stärksten Triebe in ihr ist: sichdurch seine Triebe nicht zu unzweckmässigen Handlungenverleiten lassen — das ist ihre Weisheit und ihr Selbst-gefühl. Im Vergleich mit ihr ist die höhere Natur dieunvernünftigere: — denn der Edle, Grossmüthige,Aufopfernde unterliegt in der That seinen Trieben, undin seinen besten Augenblicken pausirt seine Vernunft.Ein Thier, das mit Lebensgefahr seihe Jungen beschütztoder in der Zeit der Brunst dem Weibchen auch in denTod folgt, denkt nicht an die Gefahr und den Tod, seineVernunft-pausirt ebenfalls, weil die Lust an seiner Brutoder an dem Weibchen und die Furcht, dieser Lust be-raubt zu werden, es ganz beherrschen; es wird dümmer,als es sonst ist, gleich dem Edlen und Grossmüthigen.