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4 : Abth. 1, Bd. 4 (1895) Morgenröthe
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licher Wahn, dass es eine solche gebe: ebenso wiees ein Wahn ist, dass Alles eine Schuld, ist, was alssolche gefühlt wird. Nicht die Dinge, sondern dieMeinungen über Dinge, die es gar nicht giebt,haben die Menschen so verstört!

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Gleich neben der Erfahrung! Auch grosseGeister haben nur ihre fünf Finger breite Erfahrung, gleich daneben hört ihr Nachdenken auf: und es be-ginnt ihr unendlicher leerer Raum und ihre Dummheit.

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Würde und Unwissenheit im Bunde. Wo wirverstehen, da werden wir artig, glücklich, erfinderisch,und überall, wo wir nur genug gelernt und uns Augenund Ohren gemacht haben, zeigt unsere Seele mehrGeschmeidigkeit und Anmuth. Aber wir begreifen soWenig und sind armselig unterrichtet, und so kommt esselten dazu, dass wir eine Sache umarmen und uns dabeiselber liebenswerth machen: vielmehr gehen wir steif undunempfindlich durch die Stadt, die Natur, die Geschichteund bilden uns Etwas auf diese Blaltung und Kälteein, als ob sie eine Wirkung der Überlegenheit sei. Ja,unsere Unwissenheit und unser geringer Durst nachWissen verstehen sich trefflich darauf, als Würde, alsCharakter einherzustolzieren.

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Wohlfeil leben. Die wohlfeilste und harm-loseste Art zu leben ist die des Denkers: denn, um