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4 : Abth. 1, Bd. 4 (1895) Morgenröthe
Entstehung
Seite
367
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des vollen Glücks ähnlich. — Der Pessimist, der dieschwärzesten und düstersten Farben allen Dingen giebt,verbraucht nur Flammen und Blitze, himmlische Glorienund Alles, was grelle Leuchtkraft hat und die Augenunsicher macht; bei ihm ist die Helle nur dazu da, dasEntsetzen zu vermehren und mehr Schreckliches in denDingen ahnen zu lassen, als sie haben.

562.

Die Sesshaften und die Freien. — Erst in derUnterwelt zeigt man uns Etwas von dem düsterenHintergründe aller jener Abenteurer - Seligkeit, welcheum Odysseus und Seinesgleichen wie ein ewiges Meeres-leuchten liegt, — von jenem Flintergrunde, den mandann nicht mehr vergisst: die Mutter des Odysseus starbaus Gram und Verlangen nach ihrem Kinde! Den Einentreibt es von Ort zu Ort, und dem Andern, dem Sess-haften und Zärtlichen, bricht das Flerz darüber: so istes immer! Der Kummer bricht Denen das Flerz, welchees erleben, dass gerade ihr Geliebtester ihre Meinung,ihren Glauben verlässt, — es gehört diess in die Tra-gödie, welche die freien Geister machen, — um diesie mitunter auch wissen! Dann müssen sie auch wohleinmal, wie Odysseus, zu den Todten steigen, um ihrenGram zu heben und ihre Zärtlichkeit zu beschwichtigen.

563-

Der Wahn der sittlichen Weltordnung. — Esgiebt gar keine ewige Nothwendigkeit, welcheforderte, dass jede Schuld gebüsst und bezahlt werde,— es war ein schrecklicher, zum kleinsten Theile nütz-