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4 : Abth. 1, Bd. 4 (1895) Morgenröthe
Entstehung
Seite
358
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Mensch gerade in dem Grössten, was Verehrung erheischt,unsichtbar wie ein zu fernes Gestirn: sein Sieg überdie Kraft bleibt ohne Augen und folglich auch ohneLied und Sänger. Koch immer ist die Rangordnung derGrösse für alle vergangene Menschheit noch nicht fest-gesetzt.

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Selbstflucht. Jene Menschen der intellec-tuellen Krämpfe, welche gegen sich selber ungeduldigund verfinstert sind, wie Byron oder Alfred de Müsset,und in Allem, was sie thun, durchgehenden Pferdengleichen, ja, die aus ihrem eigenen Schaffen nur einekurze, die Adern fast sprengende Lust und Gluth unddann eine um so winterlichere Öde und AArgrämtheitdavontragen, wie sollen sie es in sich aushalten! Siedürsten nach einem Aufgehen in einemAusser-sich;ist man mit einem solchen Durste ein Christ, so zieltman nach dem Aufgehen in Gott, nach demGanz-eins-mit-ihm-werden; ist man Shakespeare, so genügt einemerst das Aufgehen in Bildern des leidenschaftlichstenLebens; ist man Byron, so dürstet man nach Thaten,weil diese noch mehr uns von uns abziehen als Gedanken,Gefühle und Werke. Und so wäre vielleicht doch derThatendrang im Grunde Selbstflucht? würde Pascaluns fragen. Und in der That! Bei den höchsten Exem-plaren des Thatendranges möchte der Satz sich beweisenlassen: man erwäge doch, mit dem Wissen und den Er-fahrungen eines Irrenarztes, wie billig, dass Vier vonden Thatendurstigsten aller Zeiten Epileptiker gewesensind (nämlich Alexander, Cäsar, Muhammed und Napo-leon): so wie auch Byron diesem Leiden unterworfen war.