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4 : Abth. 1, Bd. 4 (1895) Morgenröthe
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ihrer Jünger zurückgeblieben ist und dass sie mit einerhöheren und gross müthigeren Grundempfindungfürderhin getrieben werden muss.Was liegt an mir! steht über der Thür des künftigen Denkers.

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Der Sieg über die Kraft. Erwägt man, wasbisher Alles alsübermenschlicher Geist, alsGenieverehrt worden ist, so kommt man zu dem traurigenSchlüsse, dass im Ganzen die Intellectualität der Mensch-heit doch etwas sehr Niedriges und Armseliges gewesensein muss: so wenig Geist gehörte bisher dazu, um sichgleich erheblich über sie hinaus zu fühlen! Ach, umden wohlfeilen Ruhm desGenies! Wie schnell istsein Thron errichtet, seine Anbetung zum Brauch ge-worden! Immer noch liegt man vor der Kraft auf denKnieen nach alter Sclaven-Gewohnheit und dochist, wenn der Grad von Vereh rungs Würdigkeit fest-gestellt werden soll, nur der Grad der Vernunft inder Kraft entscheidend: man muss messen, inwieweitgerade die Kraft durch etwas Höheres überwundenworden ist und als ihr Werkzeug und Mittel nunmehr inDiensten steht! Aber für ein solches Messen giebt es nochgar zu wenig Augen, ja zumeist wird noch das Messendes Genies für einen Frevel gehalten. Und so geht viel-leicht das Schönste immer noch im Dunkel vor sich undversinkt, kaum geboren, in ewige Nacht, nämlich dasSchauspiel jener Kraft, welche ein Genie nicht aufWerke, sondern auf sich als Werk, verwendet, dasheisst auf seine eigne Bändigung, auf Reinigung seinerPhantasie, auf Ordnung und Auswahl im Zuströmen vonAufgaben und Einfällen. Noch immer ist der grosse