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4 : Abth. 1, Bd. 4 (1895) Morgenröthe
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samer geworden waren, zur Zeit Platos, ach, wieferne waren sie noch von der Rührseligkeit unsererGross- und Kleinstädter! aber doch klagten schon diePhilosophen über die - Schädlichkeit der Tragödie.Ein Zeitalter voller Gefahren, wie das eben beginnende,in welchem die Tapferkeit und Männlichkeit im Preisesteigen, wird vielleicht allmählich die Seelen wieder sohart machen, dass tragische Dichter ihnen noth thun:einstweilen aber waren diese ein wenig überflüssig, um das mildeste Wort zu gebrauchen. So kommtvielleicht auch für die Musik noch einmal das bessereZeitalter (gewiss wird es das bösere sein!), dann, wenndie Künstler sich mit ihr an streng persönliche, in sichharte, vom dunklen Ernste eigener Leidenschaft be-herrschte Menschen zu wenden haben: aber was soll dieMusik diesen heutig-en allzubeweglichen, unausgewach-senen, halbpersönlichen, neugierigen^ und nach Allemlüsternen Seelchen des verschwindenden Zeitalters?

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Die Lobredner der Arbeit. Bei der Verherr-lichung derArbeit, bei dem unermüdlichen Reden vomSegen der Arbeit sehe ich den selben Hintergedanken,wie bei dem Lobe der gemeinnützigen unpersönlichenHandlungen: den der Furcht vor allem Individuellen.Im Grunde fühlt man jetzt, beim Anblick der Arbeitman meint immer dabei jene harte Arbeitsamkeit vonfrüh bis spät, dass eine solche Arbeit die beste Polizeiist, dass sie Jeden im Zaume hält und die Entwicklungder Vernunft, der Begehrlichkeit, des Unabhängigkeits-gelüstes kräftig zu hindern versteht. Denn sie verbrauchtausserordentlich viel Nervenkraft und entzieht dieselbe