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4 : Abth. 1, Bd. 4 (1895) Morgenröthe
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Das Griechische uns sehr fremd. Orientalischoder Modern, Asiatisch oder Europäisch: im Verliältnisszum Griechischen ist diesem Allem die Massenhaftigkeitund der Genuss an der grossen Quantität als der Sprachedes Erhabenen zu eigen, während man in Pästum, Pom-peji und Athen und vor der ganzen griechischen Archi-tektur so erstaunt darüber wird, mit wie kleinenMassen die Griechen etwas Erhabenes auszusprechenwissen und auszusprechen lieben. Ebenfalls: wie ein-fach waren in Griechenland die Menschen sich selber inihrer Vorstellung"! Wie weit übertreffen wir sie inder Menschenkenntniss! Wie labyrinthisch aber auchnehmen sich unsere Seelen und unsere Vorstellungenvon den Seelen gegen die ihrigen aus! Wollten undwagten wir eine Architektur nach unserer Seelen-Art(wir sind zu feige dazu!) so müsste das Labyrinthunser Vorbild sein! Die uns eigene und uns wirklichaussprechende Musik lässt es schon errathen! (In derMusik nämlich lassen sich die Menschen gehen, weil siewähnen, es sei Niemand da, der sie selber unter ihrerMusik zu sehen vermöge.)

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Andere Perspective des Gefühles. Was ist .unser Geschwätz von den Griechen! Was verstehen wirdenn von ihrer Kunst, deren Seele die Leidenschaftfür die männliche nackte Schönheit ist! Erst von daaus empfanden sie die weibliche Schönheit. So hatten siealso für sie eine völlig andere Perspective als. wir. Undähnlich stand es mit ihrer Liebe zum Weibe: sie verehrtenanders, sie verachteten anders.