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4 : Abth. 1, Bd. 4 (1895) Morgenröthe
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der durchaus nur von sich selber Etwas annehmen wollte,Gutes und Schlimmes: als er aber das Vergessen notinghatte, konnte er es sich selber nicht geben, sondernmusste dreimal die Geister beschwören; sie kamen, siehörten sein Verlangen, und zuletzt sagten sie:nur diessgerade steht nicht in unserer Macht! Sollten dieDeutschen sich die Erfahrung Manfreds nicht zu Nutzemachen? Warum erst noch die Geister beschwören!Es ist unnütz, man vergisst nicht, wenn man vergessenwill. Und wie gross wäreder Rest, den man hi§r,von diesen drei Grössen der Zeit, vergessen müsste, umfürderhin ihr Verehrer in Bausch und Bogen sein zukönnen! Da ist es doch räthlicher, die gute Gelegenheitzu benutzen und etwas Neues zu versuchen: nämlichin der Redlichkeit gegen sich selber zuzunehmenund aus einem Volke des gläubigen Nachsprechens undder bitterbösen blinden Feindseligkeit ein Volk der be-dingten Zustimmung und der wohlwollenden Gegnerschaftzu werden; zunächst aber zu lernen, dass unbedingteHuldigungen vor Personen etwas Lächerliches sind, dasshierin Umlernen auch für Deutsche nicht unrühmlich ist,und dass es einen tiefen, beherzigenswerthen Spruchgiebt:Ce qui Importe, ce ne sont point les personnes:mais les choses. Dieser Spruch ist wie Der, welcherihn sprach, gross, brav, einfach und schweigsam, ganzwie Carnot, der Soldat und der Republikaner. Aberdarf man jetzt so von einem Franzosen zu Deutschensprechen, noch dazu von einem Republikaner? Viel-leicht nicht; ja, vielleicht darf man nicht einmal daran er-innern, was Niebuhr seiner Zeit den Deutschen sagendurfte: Niemand habe ihm so sehr den Eindruck derwahren Grösse gegeben als Carnot.