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4 : Abth. 1, Bd. 4 (1895) Morgenröthe
Entstehung
Seite
148
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moralischen Dinge hat, der von vornherein durch denGlauben an die Unbegreiflichkeit dieser Dinge sichbeseligt fühlt! Einer, der noch ehrlich an Erleuchtungenvon Oben, an Magie und Geistererscheinungen und diemetaphysische Elässlichkeit der Kröte glaubt!)

143 -

Wehe, wenn dieser Trieb erst wüthet!Gesetzt, der Trieb der Anhänglichkeit und Fürsorge fürAndere (diesympathische Affection) wäre doppelt sostark als er ist, so wäre es gar nicht auf der Erdeauszuhalten. Man bedenke doch hur, was Jeder ausAnhänglichkeit und Fürsorge für sich selber an Thor-heiten begeht, täglich und stündlich, und wie unaussteh-lich er dabei anzusehn ist: wie wäre es, wenn wir fürAndere das Object dieser Thorheiten und Zudringlich-keiten würden, mit denen sie sich bisher nur selber heim-gesucht haben! Würde man dann nicht blindlings flüch-ten, sobald einNächster uns nahe käme? Und diesympathische Affection mit ebenso bösen Worten belegen,mit denen wir jetzt den Egoismus belegen?

144.

Die Ohren vor dem Jammer zuhalten.Wenn wir uns durch den Jammer und das Leiden deranderen Sterblichen verdüstern lassen und unsern eigenenHimmel mit Wolken bedecken, wer hat dann die Folgendieser Verdüsterung zu tragen? Eben doch die anderenSterblichen, und zu allen ihren Lasten noch hinzu! Wirkönnen weder hülfreich noch erquicklich für siesein, wenn wir das Echo ihres Jammers sein wollen, ja