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liehen Menschen und V ölkern ab, weil sie^weniger Furchthaben: dagegen sind alle Arten des Verstehens und Sich-Verstellens unter den ängstlichen Völkern zu Hause;hier ist auch die rechte Heimath der nachahmendenKünste und der höheren Intelligenz. — Wenn ich voneiner solchen Theorie der Mitemplindung aus, wie ichsie hier vorschlage, an die jetzt gerade beliebte und heiliggesprochene Theorie eines mystischen Processes denke,vermöge dessen das Mitleid aus zwei Wesen eines machtund dergestalt dem einen das unmittelbare Verstehen desanderen ermöglicht: wenn ich mich erinnere, dass ein soheller Kopf wie der Schopenhauer’s an solchem schwär-merischen und nichtswürdigen Krimskrams seine Freudehatte und diese Freude wieder auf helle und halbhelleKöpfe übergepflanzt hat: so weiss ich der Verwunderungund des Erbarmens kein Ende. Wie gross muss unsereLust am unbegreiflichen Unsinn sein! Wie nahe demVerrückten steht immer noch der ganze Mensch, wenner auf seine geheimen intellectuellen Wünsche hinhört!— (Wofür eigentlich fühlte sich Schopenhauer gegenKant so dankbar gestimmt, so tief verpflichtet? Es ver-räth sich einmal ganz unzweideutig: Jemand hatte davongesprochen, wie dem kategorischen Imperative Kant’sdie qualitas occulta genommen und er begreiflich ge-macht werden könne. Darüber bricht Schopenhauer indiese Worte aus: „Begreiflichkeit des kategorischen
Imperativs! Grundverkehrter Gedanke! ÄgyptischeFinsterniss! Das verhüte der Himmel, dass der nichtnoch begreiflich werde! Eben dass es ein Unbegreiflichesgiebt, dass dieser Jammer des Verstandes und seineBegriffe begränzt, bedingt, endlich, trüglich ist; dieseGewissheit ist Kant’s grosses Geschenk.“ — Man erwäge,ob Jemand einen guten Willen zur Erlcenntniss der
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