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4 : Abth. 1, Bd. 4 (1895) Morgenröthe
Entstehung
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Letztes, Ursprüngliches, hinter den Gefühlen stehenUrtheile und Werthschätzungen, welche in der Formvon Gefühlen (Neigungen, Abneigungen) uns vererbtsind. Die Inspiration, die aus dem Gefühle stammt,ist das Enkelkind eines Urtheils und oft eines fal-schen! und jedenfalls nicht deines eigenen! SeinemGefühle vertrauen das lieisst seinem Grossvater undseiner Grossmutter und deren Grosseltern mehr gehor-chen als den Göttern, die in uns sind: unserer Vernunftund unserer Erfahrung.

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Eine Narrheit der Pietät mit Hintergedanken.Wie! die Erfinder der uralten Culturen, die ältestenVerfertiger der Werkzeuge und Messschnüre, der Wagenund Schiffe und Häuser, die ersten Beobachter derhimmlischen Gesetzmässigkeit und der Regeln des Ein-maleins, sie seien etwas unvergleichlich Anderes undHöheres als die Erfinder und Beobachter unserer Zeiten?Die ersten Schritte hätten einen Werth, dem alle unsereReisen und Weltumsegelungen im Reiche der Ent-deckungen nicht gleichkämen? So klingt das Vorurtheil,so argumentirt man für die Geringschätzung des gegen-wärtigen Geistes. Und doch liegt auf der Hand, dassder Zufall ehemals der grösste aller Entdecker undBeobachter und der wohlwollende Einbläser jener erfin-derischen Alten war, und dass bei der unbedeutendstenErfindung, die jetzt gemacht wird, mehr Geist, Zucht undwissenschaftliche Phantasie verbraucht wird, als früherin ganzen Zeitläuften überhaupt vorhanden war.