Falsche Schlüsse aus der Nützlichkeit. —Wenn man die höchste Nützlichkeit einer Sache bewiesenhat, so ist damit auch noch kein Schritt zur Erklärungihres Ursprungs gethan: das heisst, man kann mit derNützlichkeit niemals die Nothwendigkeit der Existenzverständlich machen. Aber gerade das umgekehrte Ur-theil hat bisher geherrscht — und bis in die Gebieteder strengsten Wissenschaft hinein. Hat man nicht selbstin der Astronomie die (angebliche) Nützlichkeit in derAnordnung der Satelliten (das durch die grössere Ent-fernung von der Sonne abgeschwächte Licht anderweitigzu ersetzen, damit es den Bewohnern der Gestirne nichtan Licht mangele) für den Endzweck ihrer Anordnungund für die Erklärung ihrer Entstehung ausgegeben ?Wobei man sich der Schlüsse des Columbus erinnernwird: die Erde ist für den Menschen gemacht, also,wenn es Länder giebt, müssen sie bewohnt sein. „Ist eswahrscheinlich, dass die .Sonne auf Nichts scheine, unddass die nächtlichen Wachen der Sterne an pfadloseMeere und menschenleere Länder verschwendet werden?“
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Die Triebe durch die moralischen Urtheileum gestalt et. — Der selbe Trieb entwickelt sich zumpeinlichen Gefühl der 1-' e i g h e i t, unter dem Eindruckdes Tadels, den die Sitte auf diesen Trieb gelegt hat:oder zum angenehmen Gefühl der Demuth, falls eineSitte, wie die christliche, ihn sich an’s Herz gelegt undgut geheissen hat. Das heisst: es hängt sich ihm ent-weder ein gutes oder ein böses Gewissen an! An sich