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empfundene Wollust am Neide bezwungener Nebenbuhlerhat seine Kraft nicht schlafen lassen, bis dass er grossgeworden ist, — wie viele bittere Augenblicke andererSeelen hat er sich für das Grosswerden zahlen lassen!Die Keuschheit der Nonne: mit welchen strafenden Aug-ensieht sie in das Gesicht anderslebender Frauen! wie vielLust der Rache ist in diesen Augen! — Das Thema, istkurz, die Variationen darauf könnten zahllos sein, abernicht leicht langweilig, — denn es ist immer noch einegar zu paradoxe und fast wehethuende Neuigkeit, dassdie Moralität der Auszeichnung im letzten Grunde dieImst an verfeinerter Grausamkeit ist. Im letzten Grunde— das soll hier heissen: jedesmal in der ersten Generation.
Denn wenn die Gewohnheit irgend eines auszeichnenden
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Thuns sich vererbt, wird doch der Hintergedanke nichtmit vererbt (nur Gefühle, aber keine Gedanken erbensich fort): und vorausgesetzt, dass er nicht durch dieErziehung wieder dahintergeschoben wird, giebt es in derzweiten Generation schon keine Lust der Grausamkeitmehr dabei: sondern Lust allein an der Gewohnheit alssolcher. Diese Lust aber ist die erste Stufe des „Guten“.
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Der Stolz auf den Geist. — Der Stolz desMenschen, der sich gegen die Lehre der Abstammungvon Thieren sträubt und zwischen Natur und Menschdie grosse Kluft legt, — dieser Stolz hat seinen Grundin einem Vorurtheil über Das, was Geist ist: und diesesVorurtheil ist verhältnissmässig jung. In der grossenVorgeschichte der Menschheit setzte man Geist überallvoraus und dachte nicht daran, ihn als Vorrecht desMenschen zu ehren. Weil man im Gegentheil das Geistige