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4 : Abth. 1, Bd. 4 (1895) Morgenröthe
Entstehung
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immer ein Umstand eintreten, welcher die Vorschrift zubeweisen scheint.

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Sitte und Schönheit. Zu Gunsten der Sittesei nicht verschwiegen, dass bei Jedem, der sich ihrvöllig und von ganzem Herzen und von Anbeginn anunterwirft, die Angriffs- und Vertheidigungsorgane diekörperlichen und geistigen verkümmern: das heisst,er wird zunehmend schöner! Denn die Übung jenerOrgane und der ihnen entsprechenden Gesinnung ist es,welche hässlich erhält und hässlicher macht. Der altePavian ist darum hässlicher als der junge, und derweibliche junge Pavian ist dem Menschen am ähnlichsten:also am schönsten. Hiernach mache man einen Schlussauf den Ursprung der Schönheit der Weiber!

2 6.

Die Thiere und die Moral. Die Praktiken,welche in der verfeinerten Gesellschaft gefordert werden:das sorgfältige A^ermeiden des Lächerlichen, des Auf-fälligen , des Anmaassenden, das Zurückstellen seinerTugenden sowohl wie seiner heftigeren Begehrungen,das.Sich-gleich-geben, Sich-einordnen, Sich-verringern,diess Alles als die gesellschaftliche Moral ist im Grobenüberall bis in die tiefste Thierwelt hinab zu finden,und erst in dieser Tiefe sehen wir die Plinterabsicht allerdieser liebenswürdigen Vorkehrungen: man will seinenVerfolgern entgehen und im Aufsuchen seiner Beute be-günstigt sein. Desshalb lernen die Thiere sich beherrschenund sich in der Weise verstellen, dass manche zumBeispiel ihre Farben der Farbe der Umgebung anpassen

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