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4 : Abth. 1, Bd. 4 (1895) Morgenröthe
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müssen. Diess ist schlechterdings nicht wahr, aber klingtso verführerisch, dass es schon andere Intelligenzen alsdie Luthers (nämlich die des Sokrates und Plato) bethörthat: obwohl der Augenschein aller Erfahrungen allerTage dagegen spricht. Das zuversichtlichste Wissenoder Glauben kann nicht die Ivraft zur That, noch dieGewandtheit zur That geben, es kann nicht die Übungjenes feinen, vieltheiligen Mechanismus ersetzen, welchevorhergegangen sein muss, damit irgend Etwas aus einerVorstellung sich in Action verwandeln könne. Vor Allemund zuerst die Werke! Das heisst Übung, Übung,Übung! Der dazu gehörigeGlaube wird sich schoneinstellen, dessen seid versichert!

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Worin wir am feinsten sind. Dadurch, dassman sich viele Tausend Jahre lang die Sachen (Natur,AVerkzeuge, Eigenthum jeder Art) ebenfalls belebt undbeseelt dachte, mit der Kraft zu schaden und sich denmenschlichen Absichten zu entziehen, ist das Gefühl derOhnmacht unter den Menschen viel grösser und vielhäufiger gewesen, als es hätte sein müssen: man hatteja nöthig, sich der Sachen ebenso zu versichern, wie derMenschen und Thiere, durch Gewalt, Zwang, Schmeichelei,A T erträge, Opfer, und hier ist der Ursprung der meistenabergläubischen Gebräuche, das heisst eines erheblichen,vielleicht überwiegenden und trotzdem vergeudetenund unnützen Bestandtheils aller von Menschen bishergeübten Thätigkeit! Aber weil das Gefühl der Ohn-macht und der Furcht so stark und so lange fast fort-während in Reizung war, hat sich das Gefühl derMacht in solcher Feinheit entwickelt, dass es jetzt