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4 : Abth. 1, Bd. 4 (1895) Morgenröthe
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werden. Alle aber sind einander gleich in der gänzlichrohen, unwissenschaftlichen Art ihrer Thätigkeit;ob es sich um Beispiele, Beobachtungen oder Anstössehandelt, ob um den Beweis, die Bekräftigung, den Aus-druck, die Widerlegung eines Gesetzes, es ist werth-loses Material und werthlose Form, wie Material undForm aller Yolksmedicin. Vo lksmedi cjn und Volksmoralgehören zusammen und sollten nicht mehr so verschiedenabgeschätzt werden, wie es immer noch geschieht: beidessind die gefährlichsten Scheinwissenschaften.

12.

Die Folge als Zu that. Ehemals glaubte man,der Erfolg einer That sei nicht eine Folge, sondern einefreie Zuthat nämlich Gottes. Ist eine grössere Ver-wirrung denkbar! Man musste sich um die That undum den Erfolg besonders bemühen, mit ganz verschie-denen Mitteln und Praktiken!

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Zur neuen Erziehung des Menschenge-schlechts. Helft, ihr Etülfreichen und Wohlgesinnten,doch an dem Einen Werke mit, den Begriff der Strafe,der die ganze Welt überwuchert hat, aus ihr zu entfernen!Es giebt kein böseres Unkraut! Nicht nur in die Folgenunserer Handlungsweisen hat man ihn gelegt undwie schrecklich und vernunftwidrig ist schon diess, Ursacheund Wirkung als Ursache und Strafe zu verstehen!aber man hat mehr gethan und die ganze reine Zufällig-keit des Geschehens um ihre Unschuld gebracht, mitdieser verruchten Interpretationskunst des Straf-Begriffs.

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