bekommen; bis diesen Augenblick ist der Himmel derBesten noch dadurch verdüsterter, als er sein müsste.
io.
Gegenbewegung zwischen Sinn der Sittlich-keit und Sinn der Causalität. — In dem Maasse,in welchem der Sinn der Causalität zunimmt, nimmt derUmfang des Reiches der Sittlichkeit ab: denn jedesmal,wenn man die nothwendigen Wirkungen begriffen hatund gesondert von allen Zufällen, allem gelegentlichenNachher {post hoc) zu denken versteht, hat man eineUnzahl phantastischer Causalitäten, an welche alsGrundlagen von Sitten bisher geglaubt wurde, zerstört —die wirkliche Welt ist viel kleiner als die phantastische —und jedesmal ist ein Stück Ängstlichkeit und Zwang ausder Welt verschwunden, jedesmal auch ein Stück Achtungvor der Autorität der Sitte: die Sittlichkeit im Grossenhat eingebüsst. Wer sie dagegen vermehren will, musszu verhüten wissen, dass die Erfolge controlirbarwerden.
1 i.
A'olksmoral und Volksmedicin. — An derMoral, welche in einer Gemeinde herrscht, wird fort-während und von Jedermann gearbeitet: die Meistenbringen Beispiele über Beispiele für das behauptete Ver-hältniss von Ursache und Folge, Schuld und Strafehinzu, bestätigen es als wohlbegründet und mehren seinenGlauben: Einige machen neue Beobachtungen überHandlungen und Folgen und ziehen Schlüsse und Ge-setze daraus: die Wenigsten nehmen hie und da Anstossund lassen den Glauben an diesen Punkten schwach