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4 : Abth. 1, Bd. 4 (1895) Morgenröthe
Entstehung
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Vorrede, welche leicht hätte ein Nachruf, eine Leichen-rede werden können: denn ich bin zurück gekommen und ich bin davon gekommen. Glaubt ja nicht, dass icheuch zu dem gleichen Wagnisse auffordern werde! Oderauch nur zur gleichen Einsamkeit! Denn wer auf solcheneignen Wegen geht, begegnet Niemandem: das bringendieeignen Wege mit sich. Niemand kommt, ihm da-bei zu helfen; mit Allem, was ihm von Gefahr, Zufall,Bosheit und schlechtem Wetter zustösst, muss er alleinfertig werden. Er hat eben seinen Weg für sichund, wie billig, seine Bitterkeit, seinen gelegentlichen Ver-druss an diesemfür sich: wozu es zum Beispiel gehört,zu wissen, dass selbst seine Freunde nicht erratlien können,wo er ist, wohin er geht, dass sie sich bisweilen fragenwerdenwie? geht er überhaupt? hat er noch einenWeg? Damals unternahm ich Etwas, das nicht Jeder-manns Sache sein dürfte: ich stieg in die Tiefe, ich bohrtein den Grund, ich begann ein altes Vertrauen zu unter-suchen und anzugraben, auf dem wir Philosophen seitein paar Jahrtausenden wie auf dem sichersten Grundezu bauen pflegten, immer wieder, obwohl jedes Ge-bäude bisher einstürzte: ich begann unser Vertrauenzur Moral zu untergraben. Aber ihr versteht mich nicht?

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Es ist bisher am schlechtesten über Gut und Bösenachgedacht worden: es war dies immer eine zu gefähr-liche Sache. Das Gewissen, der gute Ruf, die Hölle,unter Umständen selbst die Polizei erlaubten und erlaubenkeine Unbefangenheit; in Gegenwart der Moral soll eben,wie Angesichts jeder Autorität, nicht gedacht, noch we-niger g-eredet werden: hier wird gehorcht! So lang